LG G Watch im Test

Endlich ist es soweit und die ersten Smartwatches mit Android Wear sind käuflich zu erwerben. Da wären es zum einen die Samsung Gear Live und die LG G Watch. Dieser Testbericht wird sich mit der LG G Watch und Android Wear beschäftigen. Die Erwartungen an die Smartwatch waren bereits vor dem Launch sehr hoch, da viele hohe Erwartungen an Android Wear setzen und LG aus den Fehlern anderer Hersteller lernen kann. Ich habe auch einen Blick auf Android Wear geworfen und werde meine Erfahrungen darüber in diesen Test einfließen lassen.

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Technische Ausstattung der LG G Watch

Wie bereits vorher bekannt war ist die LG G Watch mit einem 1,65 Zoll großem IPS Display mit einer Auflösung von 280×280 Pixeln ausgestattet. Das ergibt eine Pixeldichte von 240 ppi. Im Vergleich zu der etwas älteren Sony Smartwatch SW2 ist dies ein wesentlich besserer Wert. Das Display selber ist immer an, wenn die Uhr angeschaltet ist. Wird die Uhr nicht genutzt, wird das Display lediglich gedimmt und zeigt die Uhrzeit an. Über die Android Wear App kann dies auch direkt auf dem Smartphone konfiguriert werden und die „Always On-Funktion“ auch unterbinden. Über die App können auch die Watchfaces konfiguriert und geändert werden (über die Smartwatch kann dies ebenfalls konfiguriert werden). Die Uhr verfügt über keinen Helligkeitssensor, so muss der Nutzer die optimale Helligkeit je nach Sonneneinstrahlung selber einstellen. Die Helligkeit lässt sich dabei in sechs Stufen regeln. Da das Displayglas spiegelt empfiehlt es sich gerade außerhalb von Gebäuden eine hohe Stufe zu wählen.

Die Darstellung auf dem Display kann überzeugen. Farben werden gut und kontrastreich dargestellt. Die Bedienung mit dem Finger funktioniert auch recht gut. Ab und zu werden einige Befehle nicht richtig interpretiert. Es ist allerdings nicht ersichtlich, ob dies am Touchscreen oder Android Wear liegt. Ein Update für dieses Problem dürfte aber nachgeliefert werden.

In der Uhr werkelt ein 1,2 GHz Snapdragon 400 Prozessor. Dieser dürfte ausreichend Leistung für Android Wear und andere Anwendungen zur Verfügung stellen. Dem Prozessor steht ein 512 MB großer Arbeitsspeicher zur Seite. Als Speicher stehen 4 GB zur Verfügung. Für das Betriebssystem und Apps sollte dies reichen, auf der Uhr werden sicher keine Bilder oder Musik gespeichert werden. Zur Energieversorgung steht der LG G Watch ein 400 mAh großer Akku zur Verfügung.

Zum Herstellern einer Verbindung mit einem Smartphone verfügt die Smartwatch über Bluetooth 4.0. Das gekoppelte Smartphone muss mindestens über Android 4.3 verfügen. Nach Berechnungen von Google ist die Smartwatch daher mit rund 22% aller Android Smartphones kompatibel. Weiterhin verfügt die Uhr über einen Beschleunigungsmesser, Kompass und Gyroskop. Eine Möglichkeit die Uhr in ein drahtloses Netzwerk zu nutzen oder direkt eine Verbindung mit einem Mobilfunkanbieter aufzunehmen gibt es dabei aber nicht. Die Smartwatch LG G Watch ist der verlängerte Arm des Smartphones.

LG G Watch
LG G Watch
LG G Watch

Aussehen der Smartwatch

Die G Watch ist gut verarbeitet und wird mit einem Silikonarmband ausgeliefert. Sie ist verfügbar in den Farben Schwarz und Weiß. Bei der weißen Variante ist allerdings nur das Armband Weiß und die Unterseite der Smartwatch in Gold. Die Displayabdeckung ist hier ebenfalls Schwarz. Da das Armband über einen Standard 22mm Anschluss verfügt kann es allerdings auch beliebig getauscht werden. Dies begrüße ich sehr, da man so seine Uhr etwas individualisieren kann. Ansonsten ist das Layout sehr zurückhaltend und ich habe auch schon vergleiche zum Casio Style gelesen. Dies ist natürlich Geschmackssache. Jemand, der gern eine klassische Uhr am Arm trägt, wird am schlichten Layout dieser Smartwatch wenig gefallen finden. Da die LG G Watch nur mithilfe von Sprachbefehlen oder Touchscreen-Eingaben bedient werden kann, gibt es keine Knöpfe am Gehäuse.

Das Gewicht ist mit 63 Gramm im angenehmen Bereich und mit den Maßen 37,9 x 46,5 x 9,95mm trägt sie auch nicht zu stark auf. Die Verarbeitung der Uhr ist sehr gut und wer will kann mit der Uhr für 30 Minuten in bis zu 1m tiefes Wasser gehen. Die LG G Watch verfügt nicht über Knöpfe zur Eingabe. Diese erfolgt lediglich via Touch oder Sprache. An der Unterseite gibt es einen kleinen Schalter, welchen man mit einer Nadel zum Rebooten eindrücken kann. Zusätzlich befinden sich auf der Rückseite noch die Pins zum drahtlosen Laden. Dazu wird eine Ladeschale mitgeliefert. Auf dieser hält die Uhr während des Ladevorgangs magnetisch.

LG G Watch
LG G Watch
LG G Watch

Apps und Anwedungen mit Android Wear

Um die LG G Watch in betrieb zu nehmen muss auf dem Smartphone mindestens Android 4.3 installiert sein. Weiterhin muss die Android Wear App installiert sein. Wer wie ich eine ältere Android Version auf dem Smartphone installiert hat, muss leider erst mal auf Android Wear Smartwatches verzichten. Hier musste ich zu einem alternativen Gerät greifen.

Um die Uhr erstmalig einzuschalten muss sie auf die Ladestation gelegt werden. Danach wird die Uhr auf dem Telefon via Bluetooth in der Android Wear App gefunden und mit dem Telefon gekoppelt. Nach einem Firmwareupdate ist die Uhr dann auch einsatzbereit. Bei mir hat dies rund 10 Minuten gedauert. Zum Start gibt es auch eine kleine Tour durch die Google Now Karten, wie man sie bereits auf dem Smartphone kennt.

Was kann Android Wear

In den letzten Wochen wurde ja viel über Android Wear gesprochen. Da fragen sich sicher viele: „Was kann Android Wear?“ Auf der LG G Watch werden alle Google Now Karten wie man sie bereits auf dem Smartphone kennt dargestellt. Das heißt man sieht Wetterinformationen, Fußballergebnisse, Verkehrsinformationen etc. Zusätzlich erhält man alle Benachrichtigungen, welche auf dem Telefon in der Benachrichtungsleiste erscheinen. Wie auf dem Telefon gewöhnt kann man diese wegwischen oder sich Details anzeigen lassen. Hier punkte die Uhr. Ich muss nicht für jede Benachrichtigung gleich das Telefon aus der Tasche holen, sondern kann erst mal schauen wer denn geschrieben hat.

Mit der Uhr ist es möglich die auf dem Telefon installierte Spotify-App zu steuern und so Titel zu skippen. Ich kann auch eine Orts- oder zeitgebundene Erinnerung in das Telefon diktieren. Ab und zu hat die Uhr hier noch Probleme und die Steuerung funktioniert dann nicht mehr. Dies sind Kinderkrankheiten, welche sicher in der kommenden Zeit noch behoben werden. In der kommenden Zeit werden mit der wachsenden Verbreitung von Smartwatches auch die Zahl der nützlich oder unnützen Apps steigern. Ich sehe hier eine Menge Potential. Man darf allerdings nie vergessen, dass die Smartwatch immer nur in Verbindung mit dem Smartphone funktioniert und so als verlängerter Arm fungiert.

Auch eine „Turn-by-Turn“-Navigation ist mit der Uhr möglich. Die Navigation selber läuft im Hintergrund auf dem Smartphone, welches dann auch die GPS-Verbindung aufbaut. Das ist soweit ganz nett, in einer fremden statt hat man so nicht ständig das Smartphone in der Hand, sondern kann auf die Uhr schauen. Bei der Darstellung der Informationen hapert es allerdings noch. So kann man nicht alle Straßennamen immer lesen.

Der Versand von SMS oder E-Mails ist auf der Uhr via Spracheingabe möglich. Dies funktioniert ähnlich wie auf dem Telefon. Dazu muss man natürlich deutlich sprechen und sollte sich vielleicht nicht in einer U-Bahn befinden. Die umstehenden Meschen bekommen natürlich dann die gesamte Nachricht mit und könnten etwas unverständlich reagieren. Anrufen lassen sich ebenfalls annehmen. Zum Telefonieren muss man dann aber trotzdem das Handy aus der Tasche holen. Mt vordefinierten Nachrichten kann man Anrufe direkt abweisen.

Vorinstallierte Anwendungen sind zum Beispiel ein Schrittzähler, Google Notizen und ein Kompass. Eine Verbindung mit Facebook, Twitter und Google Mail ist natürlich auch möglich. Auch die Macher von Runtastic haben bereits eine entsprechende App für Android Wear nachgeschoben. Eine tolle Sache wie ich finde. Android Wear reißt in diesem Test nur an, wozu es eigentlich in der Lage ist. Ich sehe hier viel Potential und Google wird in der kommenden Zeit sicher nochmal Gas geben um mehr Apps und Funktionen in Android Wear zu bekommen. Auch andere Entwickler werden das Potential der Plattform erkennen und tolle Apps entwickeln.

Android Wear Demokarten auf der LG G Watch

Einschätzung

Im ersten Test ist die LG G Watch ein tolles Gadget. Man kann fleißig drauf rum wischen und mit der Uhr sprechen. Man muss sich hier allerdings bewusst sein, dass man das erste Gadget mit Android Wear hat. Hier und da gibt es immer noch ein paar Bugs und die Anzahl der verfügbaren Apps ist noch gering. Für jeden, der Produkte gern als „Early Bird“ kauft, ist die LG G Watch genau das richtige. Kleine aber feine Hardware gepaart mit ein wenig Tech-Charakter. Der Akku schafft ja noch Einstellung einen Tag. Stellt man das Display auf mittlere Helligkeit ist am Ende des Tages auch noch Saft übrig. Auf das ständige Laden wird man sich wohl bei einer Smartwatch einstellen müssen. Die Akku-Technologie ist noch nicht so weit, kleine und leichte Akkus mit hohe Energiedichte herzustellen.

Der Test zeigt, dass LG hier aus de Fehlern anderer Hersteller gelernt hat und ordentliche Technik zu einem günstigen Preis verkauft. Ein kleiner Nachteil ist die Ladeschale. Hat man sie nicht dabei, dann kann man die Uhr nicht laden. Ein Micro-USB ist leider nicht an Bord. Dies würde das Aufladen ungemein vereinfachen, da viele Telefone mittlerweile auf diesen Anschluss setzen. Ich denke, dies ist der Tribut an den Wasser- und Staubschutz.

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Weitere Testberichte zur LG G Watch

Caschys Blog zur LG G Watch

Jeder der sich ein wenig mit Technik und dem World Wide Web beschäftigt ist wohl schon mal über Caschys Blog gestoßen. Hier veröffentlicht er auch regelmäßig Testberichte zu diversen Produkten. So gibt es natürlich auch einen Testbericht zur LG G Watch. Grundsätzlich ist er vom Produkt überzeugt, sieht aber noch sehr viel Luft noch oben. Die LG G Watch zeigt mit Android Wear nur ein Bruchteil dessen, was einmal möglich sein wird. Was die Apps und die Akkulaufzeit angeht sieht er noch nachholbedarf und ist gleichzeitig optimistisch für die Zukunft. Den absoluten Mehrwert sieht er noch nicht, aber auch hier ist Caschy optimistisch.

Mobiflip zur Smartwatch

Auch die Kollegen von Mobiflip haben einen sehr umfangreichen Testbericht zu LGs Smartwatch geschrieben. Auch hier wird die Akkulaufzeit kritisiert. Der Autor des Testberichtes verwendet eine Pebble Smartwatch und ist entsprechend von der längeren Akkulaufzeit verwöhnt. Hier fordern das farbige Display und der starke Prozessor tribut. Auch der fehlende Micro USB-Stecker wird kritisiert. Schließlich muss man so immmer das LG G Watch Ladegerät dabei haben. Unten gibt es noch ein Video zur Smartwatch.

LG G Watch Testbericht

Curved bittet zum Review

Die Autoren von Curved haben einen sehr umfangreichen Testbericht mit tollen Bildern erstellt. Auch hier werden noch die fehlenden Apps bemängelt. Ich denke aber, die Kritik an dieser Stelle bald verstummen. Die Curved Autoren sind der Meinung, dass man mit der eher unauffälligeren Smartwatch wenig aufsehen erregen kann. Ansonsten sind die Kollegen überzeugt und schreiben von einem guten Erstlingswerk. Die relativ umfangreiche Kompatibilität mit allen Android Smartphones ab der Version 4.3 wird gelobt. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja irgendwann noch eine Android Wear App für iOS. Damit würde Google Apple natürlich den Rang ablaufen.

Preisvergleich

Im Preisvergleich zur LG G Watch werden nur Online Shops integriert, welche eine hohe Zufriedenheitsrate bei Kunden haben. Der Gegenüberstellung werde ich nach und nach weitere Händler hinzufügen.

Abruf der Information: 01.05.2017 1:39:54

Produktpreis*: 117,82 EUR
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Disclaimer

News & Informationen

12. Oktober 2014 – Software Update verhindert Korrosion an Kontakten

Mit einem Software Update liefert LG den Korrosionsschutz für die Ladekontakte nach. Kunden war aufgefallen, dass diese nach einiger Zeit beginnen zu korrodieren. Der Grund dafür: An den Ladekontakten fließt permanent Strom. Die Firmware mit der Versionsnummer KMV78Y liefert die entsprechende Funktion. Wie die Kollegen von Netzwelt schreiben hatten sich Kunden beim Hersteller beschwert und dieser entsprechend schnell reagiert. Eine tolle Reaktion, wie ich finde.

Technische Daten

Typ Companion Device
Erhältlich ab Juli 2014
Display (Größe und Typ) 1,65 Zoll Super AMOLED
Auflösung 280 x 280 Pixel
Maße 37,9 x 46,5 x 9,95 mm
Gewicht 63 g
Interner Speicher 4 GB interner Speicher
Erweiterbar Nein
Prozessor 1,2 GHz Dualcore Prozessor
Arbeitsspeicher 512 RAM
Akkulaufzeit 1-2 Tage bei normale Nutzung
Betriebssystem Android Wear
Kompatibilität Android Smartphones ab Android 4.3
Wasserdicht Nach IP67 Wasser- und Staubresistent
Funktionen
  • Fitnessfunktionen
  • Taschenrechner
  • Organizer
  • Schrittzähler
  • Stoppuhr
  • Timer
Nachrichten anzeigen / senden Anzeigen & Senden
Smartphone steuern Ja
Telefonieren Nein
APP support Google Play Store / Android Wear Apps
Eingebaute Features
  • Google Now
  • Schrittzähler
Bedienung
  • Touchscreen
  • Sprache
Sensoren
  • Beschleunigungssensor
  • Gyroskop
  • Schrittzähler
Verbindung
  • Bluetooth
Mobilfunk
  • Keine Anbindung

Quellen: Caschys Blog, Mobiflip

Kommentare (1)

  • Avatar

    Detlef Hummel

    |

    Super Uhr

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