Samsung Gear 2 & Gear 2 Neo im Test

Das Samsung eine Smartwatch bauen kann hat der Smartphone-Hersteller bereits mit dem Vorgänger Samsung Galaxy Gear und dem Fitness-Tracker Samsung Gear Fit bewiesen. Im heutigen Testbericht werde ich mit die Samsung Gear 2 und den kleinen Bruder die Samsung Gear 2 Neo einmal genauer anschauen. Ein Augenmerk werde ich auch darauf werfen, ob Samsung die eigenen Erfahrungen mit dem Vorgängermodell nutzen konnte.

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Technische Ausstattung Samsung Gear 2 & Gear 2 Neo

Wie schon beim Vorgänger handelt es sich bei der Samsung Gear 2 um ein „Companion Device“. Das bedeutet, für die volle Funktionalität muss die Smartwatch mit einem Samsung Galaxy Smartphone gekoppelt werden. Ist die Uhr verbunden können Anrufe entgegen genommen werden oder Kurznachrichten gelesen werden.

Die Kamera wurde im Vergleich zum Vorgänger leicht weiterentwickelt. Statt 1,9 Megapixel stehen nun 2 Megapixel zur Verfügung. Dafür ist die Kamera vom Armband in das Gehäuse gewandert. Dies gefällt mir besser, bei der ersten Version entstand am Armband eine Ausbuchtung durch die Kamera. Wer sich nach dem Unterschied zwischen der Samsung Gear 2 und der Gear 2 Neo fragt: Letztere verfügt nicht über eine Kamera und ist daher günstiger. Wer also auf eine Kamera verzichten kann,  kann gut 100 € sparen. Zur Qualität der Kamera: Ja sie macht Fotos. Diese sind allerdings leicht verwaschen und unscharf. Wer also Fotos schießen möchte, die man sich danach gern anschaut sollte weiterhin zum Smartphone greifen. Fotos können auch per Sprachsteuerung aufgenommen werden, dazu muss man einfach laut „Klick“ sagen. Die Kamera löst dann mit einem lauten Auslösegeräusch aus. Damit will Samsung wahrscheinlich verhindern, dass unauffällig und ohne Einverständnis anderer Bilder aufgenommen werden.

Angetrieben wird die intelligente Uhr von einem 1 GHz Dual-Core Prozessor und sie verfügt über 512 MB Arbeitsspeicher. Für Anwendungen, Apps und sonstige Daten stehen 4 GB interner Speicher zur Verfügung. Dieser kann nicht erweitert werden. Dies ist allerdings nicht so schlimm, da geschossene Fotos zum Beispiel direkt auf das verbundene Smartphone übertragen werden. Die Verbindung mit einem Handy wird via Bluetooth 4.0 aufgenommen.

Ein wichtiges Feature ist die IP67-Zertifizierung der Smartwatch. Das bedeutet die Uhr ist Wasser- und Staubresistent. Gerade bei Outdoor- oder Fitness-Aktivitäten kann man die Samsung Gear 2 nun beruhigter mitnehmen.

Zum Display, hier haben einige Smartwatch-Modelle in vorherigen Testberichten bereits nicht so gut abgeschnitten, da die Hersteller minderwertige Displays mit geringer Pixelzahl verbaut haben. Samsung lässt sich hier nicht lumpen und verbaut wie beim Vorgänger ein 1,63 Zoll großes Super AMOLED-Display mit einer Auflösung von 320×320 Pixeln. Im Vergleich zu aktuellen erhältlichen Modellen eines der besseren Displays.

Mit Strom wird die Samsung Gear 2 von einem 300mAh starken Akku. Dieser wird durch einen Adapter geladen, welcher an die Rückseite angesteckt wird. Ich kann mir vorstellen, dass mit dieser Lösung die Dichtigkeit des Gehäuses forciert wird. Der Nachteil ist, dass man diesen Adapter neben dem normalen Ladegerät immer dabei haben muss. Diese Lösung ist nicht optimal, ein einfacher Micro-USB Stecker wäre hier sicher am praktikabelsten gewesen. Die Akkulaufzeit liegt bei ungefähr 3-4 Tagen, was ich im Vergleich zu anderen Smartwatches ein ordentlicher Wert ist.

Samsung Gear 2
Samsung Gear 2
Samsung Gear 2

Hardware Probleme

Das Vibrationsmodul ist recht schwach geraten. So kommt es vor, dass man die leichten Vibrationsstöße nicht merkt und so einen Anruf verpasst.

Die Ablesbarkeit des Displays lässt bei starkem Sonnenlicht zu wünschen übrig. Da die Uhr nicht über einen Helligkeitssensor verfügt muss man die Helligkeit des Displays entweder immer manuell regeln oder lässt es auf einer hohen Stufe. Dies bedeutet dann aber, dass man schneller eine Steckdose aufsuchen muss.

Hardware Stärken

Wo Schatten ist, da ist auch Licht. So kann zum Beispiel der Infrarot-Port überzeugen. Damit wird aus der Smartwatch eine Universalfernbedienung. Mit dieser kann man die Lautstärke am TV anpassen oder das Programm umschalten.

Wie bereits geschrieben, ist die Kamera vom Armband in das Gehäuse gewandert. Dadurch lässt sich das Armband wechseln. Hier könnte, je nach Verkauszahlen der Smartwatch, ein großer Markt von Drittanbietern entstehen. Die Vielfalt der Armbänder könnte dadurch sehr groß werden.

Weiterhin verfügt die Uhr jetzt über einen Home-Button unterhalb des Displays. Dies erspart umständliche Wischbewegungen.

Aussehen

Wie bereits der Vorgänger besteht der obere Gehäuseteil aus Aluminium, während die Unterseite aus Kunststoff gefertigt ist. Das Armband besteht ebenfalls aus Kunststoff. Die Samsung Gear 2 kann dabei in den Farben Titan/Silber, Gold/Braun oder Metall/Orange bestellt werden. Hier sollte also für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die Samsung Gear 2 Neo ist in den Farben Schwarz, Grau und Orange erhältlich. Das Gehäuse wirkt nicht ganz so hochwertig wie das der Samsung Gear 2.

Die Maße des Gehäuses unterscheiden sich kaum zum Vorgänger. Lediglich das Gewicht ist ein paar Gramm leichter geworden. Trotzdem wirkt die Samsung Gear 2 eleganter am Handgelenk, auch wenn sie nicht mit einer klassischen Armbanduhr mithalten kann.

Samsung Gear 2 Neo
Samsung Gear 2 Neo
Samsung Gear 2 Neo

Apps & Anwendungen

Nachdem ich mich in diesem Test zur Samsung Gear 2 bereits über die technischen Daten und das Aussehen beschäftigt habe, möchte ich nun natürlich noch auf die Apps und Anwendungen der Smartwatch eingehen. Zur Nutzung der Smartwatch ist wie auch bei der Samsung Gear Fit eine extra App auf dem Smartphone erforderlich, der Samsung „Gear Manager“. Dieser fungiert als Verwaltungstool für die Smartwatch. Das bedeutet auf dem Samsung Galaxy Smartphone muss erst der Gear Manager installiert werden und dann kann das Telefon mit der Uhr gekoppelt werden. Per Bluetooth wird dann die Verbindung hergestellt. Das Smartphone muss ein Samsung Gerät sein und mindestens über Android 4.3 verfügen.

Das Betriebssystem, welches auf Tizen basiert funktioniert in Verbindung mit dem starken Prozessor sehr flüssig. Apps werden in einem 2×2 Raster dargestellt und es stehen 5 Homescreens zur Verfügung. Diese können allerdings nicht sortiert werden. Die Neupositionierung des Home-Buttons erleichert die Bedienung ungemein, die Bedienung erfolgt ansonsten über Gesten die schnell erlernt werden.

Trägt man die Uhr am Handgelenk und habt dann den Arm, wacht die Gear auf und zeigt das Display an. So kann man bequem die Uhrzeit ablesen, ohne noch mal irgendeine Taste drücken zu müssen. Geht ein Anruf auf dem Smartphone ein, werden die entsprechenden Infos auf dem Display abgebildet. Der Anruf lässt sich auch komplett über die Uhr führen. Dazu muss natürlich die Bluetooth-Verbindung aktiv sein. Auch ausgehende Anrufe können komplett über die Uhr abgewickelt werden. Dank integrierter Lautsprecher und Mikrofon kann komplett auf ein Headset verzichtet werden. Im freien kann man da durchaus befremdliche Blicke ernten, schließlich sieht es so aus als würde man K.I.T.T. rufen.

Die 4 GB speicher reichen kaum für Musik. Da man sowieso meistens ein Smartphone dabei hat, wird man die Musik da drauf lassen und es zur Wiedergabe nutzen. Die Steuerung der Wiedergabe kann dann natürlich über die Samsung Gear 2 erfolgen.

Benachrichtigungen

Benachrichtigungen zeigt die intelligente Uhr selbstverständlich an. Im Gear Manager kann man alle Apps festlegen, für die man auf der Uhr eine Benachrichtigung erhalten möchte. Über die Nachrichtenvorschau können ganze E-Mails oder WhatsApp-Nachrichten lesen. Antworten kann man nicht, dafür benötigt man das Smartphone. Hier wird sich zeigen müssen, wie diese Funktionen gegen eine Smartwatch mit Android Wear bestehen können.

Fitness-Funktionen

Was Fitness-Funktionen betrifft hat sich die Samsung Gear 2 weiterentwickelt. So verfügt sie über einen Pulssensor und kann damit beim Joggen oder Radfahren über den Puls Auskunft geben. Für eine Tracking via GPS muss dann allerdings wieder das Smartphone dabei sein, denn über einen GPS-Sensor verfügt die Uhr nicht. Auch ein Schrittzähler ist an Bord. Hier wird allerdings in vielen Foren berichtet, dass dieser nicht so genau ist und eine zu niedrige Zahl anzeigt. Hier könnte Samsung aber mit einem Tizen-Update Abhilfe schaffen.

Das Protokoll des Trainings übernimmt eine eigene App mit dem Namen „Gear Fitness“. In vielen Tests erschien diese allerdings nicht ganz ausgereift. Hier ist die Frage, ob die Anbieter bekannter Fitness-Apps wie Runtastic auch eine Version für das Tizen-Betriebssystem auf den Markt bringen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die alleinige Verwendung mit Samsung Galaxy Telefon die Software-Unternehmen abschreckt und diese eher Apps für Android Wear und später die iWatch entwickeln werden. Der Trainingsmodus kann nicht vollständig überzeugen und so bleibt es dabei, die Samsung Gear Fit ist für diese Angelegenheiten der bessere Fitness-Tracker.

Die Smartwatch misst auch die Schlafdauer und wie lange man während des Schlafens ruhig lag. Diese Funktion ist allerdings nur bedingt sinnvoll. Hier würde die Uhr mehr Sensoren benötigen, um eine brauchbare Analyse erstellen zu können.

Apps für Tizen

Das Problem an Tizen ist, dass Samsung hier auf ein eigenes Betriebssystem setzt. Einige Anbieter werden bestimmt Apps für das System entwickeln, aber die breite Masse werden wir hier nicht haben. Je nachdem, wie gut sich die Uhr verkauft, desto mehr oder weniger Apps werden verfügbar sein. Ein Ökosystem wird erst Attraktiv, wenn sich dort viele Benutzer befinden. Samsung wird hier sicher auch mit Entwickerln zusammen arbeiten, die Apps bereitstellen werden.

Ob es eine gute Entscheidung war, ein eigenes Ökosystem zu etablieren und nicht auf Android Wear zu setzen, muss sich noch zeigen. bis jetzt sieht es im Gear Manager allerdings noch recht leer aus.

Einschätzung

Samsung hat die Chance genutzt und aus den Fehlern der Galaxy Gear gelernt. An einigen entscheidenden Punkten wurde die Smartwatch verbessert. Das System läuft sehr flüssig und Gesten zur Bedienung sind schnell erlernt. Der Akku reicht 3-4 Tage, was für eine Smartwatch durchaus passabel ist. Die Smartwatch verfügt zwar über Fitness-Funktionen, erfüllt diese aber nur ungenügend. Es wird auch viele Kunden abschrecken, dass die Uhr nur mit Samsung Galaxy Telefonen funktioniert. Samsung ist zwar Marktführer, allerdings grenzt man damit die Nutzer anderer Hersteller aus. Weiterhin gibt es bisher nur sehr wenige Apps für Tizen-Geräte. Hier besteht noch Nachholbedarf.

Preisvergleich

Im Preisvergleich stelle ich die Preise relevanter Online Shops gegenüber. In dieser Gegenüberstellung werden daher nur Shops mit guten Bewertungen einbezogen. Das Angebot werde ich nach und nach erweitern. Der Vergleich ist für die Gear 2 und die Gear 2 Neo jeweils in die unterschiedlichen Farben unterteilt.

Samsung Gear 2 Preisvergleich

Abruf der Information: 19.02.2017 21:59:11

Produktpreis*: 239,00 EUR
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Disclaimer

Samsung Gear 2 Neo Preisvergleich

Technische Daten

Typ Companion Device
Erhältlich ab April 2014
Display (Größe und Typ) 1,63 Zoll Super AMOLED
Auflösung 320 x 320 Pixel
Maße
  • Samsung Gear 2: 36,9 x 58,4 x 10,0mm
  • Samsung Gear 2 Neo: 37,9 x 58,8 x 10,0mm
Gewicht
  • Samsung Gear 2: 68g
  • Samsung Gear 2 Neo: 55g
Interner Speicher 4 GB interner Speicher
Erweiterbar Nein
Prozessor 1 GHz Dualcore Prozessor
Arbeitsspeicher 512 RAM
Akkulaufzeit 2-3 Tage bei normale Nutzung, bis zu 5 Tage bei geringer Nutzung
Betriebssystem Tizen
Kompatibilität Samsung Smartphones
Wasserdicht Nach IP67 Wasser- und Staubresistent
Funktionen
  • Fitnessfunktionen
  • IR-Fernbedienung
  • Taschenrechner
  • Organizer
  • Schrittzähler
  • Stoppuhr
  • Timer
  • Stresscheck
  • Schlafrhythmus Überwachung
Nachrichten anzeigen / senden Anzeigen
Smartphone steuern Ja
Telefonieren Ja
APP support Samsung App-Store ChatON
Eingebaute Features
  • S Voice
  • Pulssensor
  • Schrittzähler
  • Gear 2: Kamera (1,9 Megapixel)
  • Find my Device
  • IR-Sensor
Bedienung
  • Touchscreen
  • Sprache
  • Taste
Sensoren
  • Beschleunigungsaufnehmer
  • Gyroskop
  • GPS
  • Pulssensor
  • Schrittzähler
Verbindung
  • Bluetooth
  • Infrarot
Mobilfunk
  • Keine Anbindung

Quellen: Gizmondo, Netzwelt, Mobiflip

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Kommentare (2)

  • Motorola Moto 360 Smartwatch vorgestellt » Smartwatch-Test.biz

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  • Samsung Gear Solo - Smartwatch mit SIM » Smartwatch-Test.biz

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